Gründungsgeschichte des Schwarzen Löwen


Diese Geschichte ist fiktiv und dient der Einbettung unseres Vereins in einen historischen Kontext:

Es begab sich am 22. des Taumondes im Jahre 1360 des Herrn in Augusta Vindelicorum, genauer gesagt in einer kleinen Schenke am Rande dieser Stadt, in der, der auf die Welt-Kommens-Tag eines Mannes gefeiert wurde, der nicht da war. Ein Gast, seiner Kleidung nach zu Urteilen ein Edelmann, sprach die unterschiedlichsten Menschen an und nahm sie mit an einen Tisch abseits der Feier. Man konnte immer wieder beobachten, wie die Leute ein ums andere Mal mit ihm am Ende des Gesprächs einschlugen. Er frage die Leute nach ihrer Herkunft, ob sie kämpfen könnten und ob sie der Kirche sehr verbunden seien. Hernach schickte er die Leute entweder wieder weg oder er stellte sich als Ulrich der Pfettner zu Landsberg und Pürgen vor. Er offerierte den Leuten, dass er eine kleine Eliteeinheit an Söldnern aufstellen möchte und wenn man Interesse habe, so solle man ihn auf seiner Burg besuchen. Er gab den Leuten nichts als ein von ihm gesiegeltes Pergament.


Nach einigen Tagen trudelten der Reihe nach neun Recken und Maiden bei ihm auf seiner Heimburg ein. Wohl ein Zeichen Gottes, denn die Zahl neun ist bekanntlich die seine. Doch ist dies wiederum Ironie, wollte der Edelmann doch nicht unbedingt Leute, die so gut mit Gott stehen.


Der Edelmann bot den Anwesenden etwas an, was keiner ausschlagen konnte. Unterkunft sowie freie Kost und Logie. Ebenso wie die Ausbildung an allen Waffen die wichtig sind. Es werde ein üblicher  Sold bezahlt. Mit dem Status eines Söldners am Ende der Ausbildung wird man von ihm zum freien Mann erklärt. Im Gegenzug will er dafür Gehorsam, Stillschweigen und Loyalität. Seine Idee ist eine Elitetruppe zusammenzustellen, die jeden Auftrag ausführen. Alle neun schlugen darauf ein und blieben bei ihm. Somit war geboren was er sich erträumt hatte, eine Gruppe Elitesöldner die bedingungslos unter seinem Banner kämpften:  „Der Freie Söldnerhaufen des Schwarzen Löwen“
Um die Gruppe unterhalten zu können, verdingte er sie auch an Andere. Während der Tage, welche die Gruppe auf der Burg verbrachte, erkannte man die Stärken und Schwächen der Einzelnen.


Irgendwann war es dann soweit, Hauptmann Ulrich der Pfettner wollte sich mit seinem Söldnerhaufen auf der Heerschau zu Kanzach zeigen. Er glaubte sagen zu können, dass seine Söldner bereit waren zur Schau gestellt zu werden. Dies war ein Heerlager, auf dem viele Ritter und auch Mönchsorden erwartet wurden. Nun, gesagt getan, so waren sie um den zweiten des Heumondes 1360 auf der Heerschau der Bachritterburg zu Kanzach. Dort zeigten sie sich zum ersten Mal und hissten ihr Banner im Wind. Somit wurde dies auch als Gründungsdatum festgelegt.
Es wurde so Sitte, sich nach dem Winter im Lager der Söldner einzufinden und sich in eine Soldliste einzutragen die einen für diese Jahrung an den Söldnerhaufen band.


Von diesen Anfangs Neun sind wir der Letzte, jedoch ist unsere Truppenstärke in keinster Weise geringer geworden, sondern stetig gewachsen. Nun, da wir der Letzte  sind, der noch über diese Anfänge bescheid weiß, wurden wir mit der Niederschrift der Entstehungsgeschichte beauftragt und so soll es geschehen.


Ernesto Ballico Arvasut
Anno 1365, der 5. Im Taumond