Der Adel und seine Untertanen:


Der Adel stellte im Mittelalter die zweitwichtigste Instanz nach dem Herrscher dar. Zwar hatte der König oder der Kaiser die höchste Befehlsgewalt, jedoch konnte dieser nicht allein sein komplettes Reich kontrollieren. Dadurch war der Adel für die Verwaltung der einzelnen Landstriche zuständig.


Jeder Adelige hatte eine Vielzahl an Untertanen, ein Großteil dieser war unfrei (hörig). Als Leibeigene des Adeligen, mussten Sie einen Großteil Ihrer Erträge an Ihn und die Kirche abgeben. Es war allein dem Adel vorbehalten, jemanden aus seiner vererbten Hörigkeit frei zu sprechen, Ihn zu einem freien Mann zu machen. Auch eine Erhebung in den Adelsstand, durch Ritterschlag, war möglich, geschah jedoch selten.

 

Das Unterhalten von Truppen:

Jeder Adelige hatte das Recht, Truppen zu unterhalten und unter Waffen zu stellen. Sie standen beim Adeligen unter Sold und mussten ihm Gehorsam leisten. Beim Aufruf zur Heerfolge mussten diese Truppen der Obrigkeit zur Verfügung gestellt werden. Diese Truppen wurden meist als Dorfbüttel oder Leibgarde eingesetzt. In seltenen Fällen unterhielt ein Adeliger auch Söldner, da diese nur Ihm selbst, und nicht seiner Obrigkeit, Gehorsam leisten mussten.

Das Tragen von Waffen:

Das Tragen von Waffen war ausschließlich dem Adel vorbehalten. Dieses Recht durfte an Andere weitergegeben werden. Je nach Adelsrang durfte dieser, eine gewisse Anzahl bewaffneter Männer aufstellen.
Freie Reichsstädte hatten ein Sonderrecht. Obwohl Sie keinem Adeligen unterstellt waren, durften Sie eine gewisse Anzahl Bewaffneter unterhalten (siehe Augusta Vindelicorum).

 

Verbindung zu unserer Gruppe:

Der freie Söldnerhaufen des Schwarzen Löwen wurde von Ulrich dem Pfettner zu Landsberg und Pürgen und neun weiteren Recken gegründet. Ulrich der Pfettner unterhielt diese Truppe als Söldner. Er gab ihnen das Waffenrecht. Außerdem eröffnete er Ihnen die Möglichkeit ein freier Mann oder eine freie Frau zu werden. Jeder erhielt die Chance sich unter seinem Kommando zu beweisen und den höchsten Rang im Söldnerhaufen zu erlangen.
Auslöser für die Gründung dieser Miliztruppe waren die vielen Konflikte in die Ulrich der Pfettner aufgrund seines aufbrausenden Wesens geriet. Mit Hilfe des Söldnerhaufens konnte er sich gegen seine Widersacher behaupten. Da dieser Haufen ausschließlich aus fragwürdigen Gestalten bestand, waren sie bereit jedwede Aufgabe ohne Fragen zu übernehmen. Selbst wenn diese gegen die Moral der Kirche oder gegen das nicht vorhandene Gewissen der Söldner verstieß.

 

 

Ernesto Ballico Arvasut

 

 

 

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