Rang: Ehrenmitglied (Löwin)

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Die Zeit bevor Miamalia Argona dem Schwarzen Löwen beigetreten ist:

 

Voller Name: Miamalia Argona

 

 

Wertes Thing, nun ist es an der Zeit unser beider Geschichte vorzutragen. Doch seid gewarnt, diese Geschichte wird euch mit unangenehmen Wahrheiten vertraut machen, denn dies ist nun auch so etwas wie eine Art Geständnis.
Unsere Geschichte beginnt im Südwesten des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation an den Grenzen zu Frankreich, genauer gesagt in dem Fürstentum Lothringen.
Zu jener Zeit begab es sich, dass eine schöne, freundliche Frau mit dem Fürsten in einem kleinen Landstrich zwangsverheiratet wurde. Dieser Mann war sehr herrschsüchtig und machtbesessen und äußerst unbeliebt bei seiner Gemahlin und im Volke. Doch brachte auch diese unharmonische Ehe etwas Gutes hervor, nämlich eine Tochter mit dem Namen Amalia. In ihrer Jugend lernte sie flißig das Handhaben mit Kräutern, das Kochen und das höfische Benehmen am Hof. Doch die Mutter litt sehr unter der kaltherzigen Ehe, und so suchte sie etwa zwei Jahre später die wahre Liebe bei einem Mann aus dem Volke. Dieser Liebe entsprang ein Junge mit dm Namen Dragomir Pegrino. Als der Fürst seinen vermeindlichen Sohn das erste mal erblickte, war ihm sofort klar, dass dieser nicht sein eigen Fleisch und Blut war. Diese Schande wollte er nicht über sich ergehen lassen und versuchte, seine Frau und den Bastard ermorden zu lassen. Darauf flüchtete die Fürstin mit ihrem Sohn. Sie gab den Jungen zu seinem unbekannten leiblichen Vater, damit er sich um ihn kümmere, und flüchtete aus Lothringen.
Dragomir wuchs somit bei seinem Vater, einem einfachen Waffenschmied, auf und wurde von diesem in den Kampfkünsten unterrichtet.
Nachdem 16 Winter ins Land gekommen waren, litt der Waffenschmied unter großer Not und Armut. Um den nächsten Winter überleben zu können, sah er sich gezwungen, einem Botschafter des Fürsten das Geheimnis seines Sohnes für einen Beutel mit 30 Silberstücken zu verkaufen. Als der Fürst dies erfuhr, geriet er außer sich, da er um seine Ehre fürchtete, und schickte einen Attentäter aus, um ihn töten zu lassen. Durch den großen Tumult am Hofe erfuhr Amalia von ihrem Halbbruder und begab sich ebenso auf die suche nach ihm. Sie erreichte ihn vor dem Attentäter und offenbarte sich ihm als seine Schwester. Da sie die jahrelange Tyrannei des Fürsten beenden wollte, schlug sie Dragomir vor, den Herrscher zusammen zu stürzen, damit er die Herrschaft an seiner statt fortsetzt. Jedoch machte er ihr klar, dass er als Bastard keine Herrschaftsansprüche besitze. Von ihrem Vorhaben besessen fasste Amalia den Beschluss, auch ohne Hilfe ihres Bruders den Vater zu stürzen. Da sie sowohl in der Kräuterkunde als auch in den Kochkünsten bewandert war, lag es nahe, den Fürsten zu vergiften. In ihrem Eifer übertreibte sie es jedoch ein wenig und vergiftete seine Vorkoster und Berater gleich mit. Diese Tat blieb dem Rest des Hofes natürlich nicht verborgen, sie erkannten Miamalia als Schuldige, enthoben sie aus dem Privileg des Adels und ließen sie verfolgen. Sie jedoch suchte ihren Bruder auf, und da nun ihrer beider Herrschaft ausgeschlossen war, begaben sie sich auf die Flucht und verließen Lothringen. Amalia sah sich nun gezwungen, ihren alten Namen abzulegen, und so nannte sie sich ab diesem Zeitpunkt Miamalia Argona. So gingen sie in Richtung Nordosten, da Dragomir das kühlere Klima schätzte und seine Schwester ihm nicht wiedersprechen konnte, da er größer war.

 

 

Als sie auf ihrer Flucht in die Nähe von Augusta Vindelicorum kamen, wurden sie von einem dort ansässigen Herrscher aufgeriffen und eingesperrt. Dieser hatte von ihren Schandtaten erfahren, und wollte sie an das erboste Volk in ihrer Heimat auslösen. Doch der Herrscher machte ihnen ein Angebot: Sie sollten für ihn einen gewissen Söldnerhaufen in der Nähe infiltrieren, untergraben und zerschlagen.
Der Name dieser Truppe war: Der freie Söldnerhaufen des schwarzen Löwen, er war dem Herrscher  schon lange ein Dorn im Auge. Wenn sie diese Aufgabe für den Herrscher erfüllten, so würde er sie nicht verraten. Auf diesen Vorschlag gingen die Geschwister natürlich sofort ein, da ihr Seelenheil eh schon ausgeschlossen war.
Und so begaben sich die Geschwister wieder auf den Weg, um ihre Mission durchzuführen. Sie waren sich jedoch nicht sicher, wie genau sie die Söldner finden sollten. Doch als sie sich in einem Gasthaus niederließen, fiel ihnen ein großer bärtiger Mann auf, der sich wie ein wildes Tier benahm. Den Beiden war sofort klar: bei diesem Kerl waren sie richtig. So kratzten sie ihre letzten Münzen zusammen, um dem Unbekannten ein Bier auszugeben und mit ihm ins Gespräch zu kommen. Er stellte sich vor als Ernesto Ballico Arvasut, und er war tatsächlich Mitglied der gesuchten Truppe. Da der Haufen zu dieser Zeit stark nach Rekruten suchte, nahm Ernesto die Beiden sogleich unter seine Fittiche und machte sie mit dem Söldnerhaufen vertraut.
Schon beim ersten Treffen mit der Gruppe versuchte Miamalia im Übereifer, den vermeindlichen Hauptmann der Gruppe zu erschlagen. Jedoch unterliefen ihr bei diesem Vorhaben gleich zwei Fehler. Zum ersten war dieser Mann nur der Herold der Gruppe, und zum zweiten ist es eine Kunst für sich, einen Mann mit einem Holzstock zu erschlagen. Diese Tat wurde ihr aber nicht als Verbrechen angerechnet, sie sahen es als Unfall,der der Betroffene eh oft genug das Lazarett besuchen muss. Als nächstes wollte sie Ernesto ausschlaten, da dieser eine zentrale Rolle im Söldnerhaufen inne hatte. In ihrer geheimen Kräuterküche erfand sie ein neues Kontaktgift, das sie ihm bei einer entspannenden Massage auf dem Rücken verteilte. Doch war die Rezeptur des Giftes noch nicht ausgereift, und so überlebte er den Anschlag, nur auf seinem Rücken blieben einige Gewaltige Schluchten zurück. Nach alldem dachte sie sich: Schuster bleib bei deinen Leisten, und so wurde sie Lagerköchin. Sie kochte auf Scherneck extra in 2 verschiedenen Töpfen,um sich und ihren Bruder nicht zu gefährden. Aber auch dieser Versuch scheiterte, denn alle Recken und Maiden waren bereits soa bgehärtet, dass das Gift bei ihnen keine Wirkung zeigte.
Dragomir hingegen versuchte es mit hinterlistigeren Methoden. Er bemühte sich, die Moral des Seneschalls zu zerschmettern, indem er das Spiel mit dem Feuer rasch lernte. Außerdem lauerte er ihm des Nächtens auf, doch er war sich nicht bewusst, dass er den Hinterhalt im Hof eines Beraters des Schwarzen Löwen vorbereitet hatte, und als dieser auftauchte wurde das Attentat vereitelt. So sah er sich auf Scherneck gezwungen, extreme Mittel anzuwenden. Da er um die Ablehnung des Seneschalls bezüglich Hunden bescheid wusste, lockte nachts einen Wolf in das Lager, damit er Ernesto fressen sollte. Doch der Hauptmann vereitelte diese Tat, heldenmutig vertrieb er die Bestie, die sich darauf mit dem übrigen gebliebenem Fleisch begnügte.

 


So waren die Geschwister schon völlig verzweifelt, was sie noch alles versuchen sollten, um endlich Erfolg zu haben. Doch eben zu dieser Zeit ereilte sie eine Nachricht: Der Herrscher, der ihnen diese Mission gab, war im Vollrausch von seinem eigenen Burgturm gefallen. Dies hätte wohl auch einem der Söldner passieren können. Nun wussten die Beiden nicht, was sie machen sollten. Doch mittlerweile hatten sie gemerkt, dass die Söldner ebenso brutel, hinterlistig und verrückt wie sie selbst waren. So fassten sie den Entschluss, dem Schwarzen Löwen nun ihre volle Loyalität entgegenzubringen.
Und so sind sie nun wahre Mitglieder der Haufens, zumindest so lange, bis Miamalia wieder einmal ihre Kräuterkenntnisse erprobt...

Miamalia Argona