Rang: Hauptmann

Posten: Sekretarius, Zeugmeister, Archivar, Geisterbeschwörer
Gründungsmitglied

 

 

Die Zeit bevor Ernesto Ballico Arvasut dem Schwarzen Löwen beigetreten ist:

 

Voller Name: Ernesto Ballico Arvasut vom Großclan der Ballicos

Eltern: Mario Ballico und Argentina Arvasut

Geboren: am 2ten des Heumondes der Jahrung 1342 a.D.

 

Ich wurde in einer von Gewittern durchzogenen Nacht auf einem Landgut in Norditalien geboren. Meine Familie hatte für diese Nacht dort Unterschlupf gefunden. Das Landgut baut übrigens vorzüglichen Wein an. Ein paar Tage darauf setzte sich meine Heimat also die 8 Wägen meines Clans wieder in Bewegung um an anderen Orten zu verweilen, bis ich ca. 10 Jahre alt war. In dieser Zeit lernte ich so ziemlich alles was notwendig war um ein hilfreiches Mitglied zu sein in einer solchen Gemeinschaft. Angefangen von Brotbacken, Jagen, Bogen schießen, Messer schleifen, Kämpfen, Gaukeln und vieles mehr. Allerdings nichts besonders gut oder durch einen Lehrmeister, der in diesem Handwerk eine Besonderheit ist, sondern von denen die es halt gut konnten und deswegen diese Arbeiten bei uns machten. Eines Tages zogen wir weiter an den Hof von Udine, wo wir als Spielleute, Tänzer, und Gaukler auftreten sollten. Wir verdienten unser Geld auch als Messerschleifer, Gaukler und manche auch auf andere Weise. Der Herrscher fand an uns gefallen, und kurz um, wir blieben 2 der Jahresläufe dort.(Viele Händler sind unachtsam wenn es um ihr Habe geht. Es war ein leichtes ein schönes Hemd einen teuren Ring oder Stiefel sein eigen zu nennen.)Als mein Clan vom Herrscher, anstatt des Geldes ein Stück Land zugesprochen kam und das Recht sich ein Städtchen dort zu bauen, verloren wir keine Zeit, nahmen mit was uns gehörte und was sonst noch so alles herumstand und zogen los. Nach weiteren zwei der Jahrungen, und 4 der Häuslein, die da entstanden verabschiedete ich mich von der Familie und zog los. Jeder Mann will Abendheuer erleben und ich war im besten Alter dafür. Jenseits der Berge so erzählte man sich, soll es schön sein, zwar dumm sollen die Leute da sein, aber eine der größten und wichtigsten Städte sollen sie da haben, Augusta Videlicorum soll sie heißen! Da Händler in großen Städten unachtsamer sind, als wo anders, und wenn sie auch noch dumm sind, könnte das bestimmt sehr schön werden da.Doch ging ich erst einmal nach Venedig, die Größte Stadt in Oberitalien, wo ich versuchte etwas Geld für die Reise zu machen. Weder mein Geschick beim verschwinden lassen von Waren als Hafenarbeiter noch das Glücksspiel waren mir gesonnen. Kurz um, mir blieb nichts anderes übrig als Venedig rasch zu verlassen. Ich bot meine Dienste dem erstbesten Händler an welcher Venedig auf dem Landweg verließ. Bereit wieder zu meiner Familie zurück zu gehen, erfuhr ich, dass das Schicksal es gut mit mir meinte, denn der Händler fuhr über die Berge. Ich ließ mich von ihm als Schutz anheuern und reiste mit ihm mit. Hierbei beobachtete ich immer wieder, wenn ein Händler in ein Dorf fährt werden alle unachtsam und laufen dem Händler hinterher zum Marktplatz. Was heißt, alle lassen ihre Habe unbeaufsichtigt zurück. Und wir kamen durch viele Dörfer. Bereits auf der anderen Seite kamen wir in eine Stadt, wo der Händler 4 Wochen bleiben musste. Stapelrecht haben sie es genannt. Ich ließ mich auszahlen und wanderte weiter. Oh, es stimmt, dass die Leute dumm sind, zumindest die meisten, der ein oder andere merkte es dann doch, worauf hin ich wieder weiter zog. Auf diese Weise blieb ich selten lang an einem Ort und bahnte meinen Weg von den Bergen ins Landesinnere. Irgendwann kam ich dann auf diese Weise mit einiger neuer Habe und anderer die ich schwermütig wieder verloren hatte in Augusta Vindelicorum an. Ich war überwältigt. Eine für diese Zeit sehr saubere Stadt zu sehen. Außerdem schien die Stadt unendlich reich zu sein. Wobei man auch sagen muss, die Leute hier sind sehr rauflustig und außerdem reden sie nicht gerne. Eines Abends dann, ich stand an der Theke eines Schankraumes irgendeiner Kneipe etwas außerhalb der Stadt, sprach mich ein Edelmann aus der Gegend an. Er frage, ob ich Ruhm Ehre und Gold brauchen könne! „Das Gold ja den Rest nicht unbedingt“, gab ich zur Antwort! Daraufhin nahm er mich zur Seite und fragte mich woher ich komme. Ich antwortete ihm, er solle mich anschauen, denn mir sieht man wohl an, dass ich vom fahrenden Volk bin, und zwar und das sieht man mir vermutlich nicht an, von dort wo man italienisch spricht. Auf die Frage ob ich kämpfen könne antwortete ich ihm er solle versuchen mir etwas wegzunehmen, dann sehe er wie gut ich kämpfen könne. Als er mich dann noch nach der Kirche fragte und ich ihm nicht genau folgen konnte was er damit meinte fing er an zu grinsen. Ich erklärte ihm noch, dass man wenn man vom fahrenden Volk kommt nicht in die Kirche darf, weil man als unrein gilt. Er erklärte mir, dass diese Feier in dieser Schenke eine Auf die Welt Kommens Tags feier sei, aber der glückliche nicht da sei. Außerdem viel mir auf, dass alle den Karneval in Venedig nachmachen wollten, doch die Masken in Venedig waren erstens viel schöner und nicht aus Holz.

Der Edelmann stellte sich mir als Ulrich der Pfettner vor und lud mich auf seine Burg ein. Er gab mir das Versprechen mich gut zu bezahlen, wenn ich kommen würde, und einen Zettel mit einem Wappen und einem Siegel darauf. Als ich dann aus der Schenke heraustrat, nahm ich eines der dort so achtlos angebunden Pferde, und ritt los in die Richtung die mir gesagt wurde. Der Edelmann holte mich kurz vor seiner Burg wieder ein und bat mich in Zukunft ein anderes Pferd als das seiner Wache zu stehlen. Ich grinste und bejahte diese Bitte leicht verlegen.

Das was er mir bot konnte ich nicht ausschlagen und somit wurde ich der erste der seiner Idee des Söldnerhaufens Gestalt verlieh. Da ich der erste war, und somit der Ranghöchste, wurde ich Seneschall. Warum er mich zu demjenigen gemacht hat der für den Frieden zuständig ist, ist mir heute noch schleierhaft, aber alle sind zufrieden mit mir, von dem her glaube ich, dass ich es ganz gut mache.

Ernesto Ballico Arvasut 

vom Großclan der Ballicos Herr auf Rauhenlechsberg