Rang: Ehrenmitglied (Söldner)

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Die Zeit bevor Yvo der Wanderer dem Schwarzen Löwen beigetreten ist:

 

Voller Name:​ Yvo der Wanderer

Eltern: Alfons und Ermesinde Ebner

Geboren: am 7ten des Nebelmondes 1344 a.D.

 

Geboren als dritter Sohn des Alfons Ebner und der Ermesinde wuchs Yvo in Augsburg auf und lernte dort das Kaufmannshandwerk. Die Vorfahren des Alfons Ebner waren Mitte des 12. Jahrhunderts nach Deutschland gekommen, und hatten sich als Bauern zuerst in Friesland, später in Augsburg Niedergelassen. Alfons Ebner hatte früh die Möglichkeiten erkannt, die sich aus dem Silberhandel ergaben, das im Schwarzwald gefördert wurde, und in alle Welt verkauft wurde. Er verkaufte den Hof, den ihm sein Vater vermacht hatte, und investierte sein ganzes Geld in das Silber, was sich später als lohnende Investition herausstellen sollte. Nachdem er einige Fuhren in eigenem Auftrag durchgeführt hatte, verlor er eine komplette Fuhre durch Räuber und schloss sich daraufhin der Gilde der Kaufleute in Augsburg an. Dort lernte er Jakob Fugger kennen, der schon damals ein sehr bedeutender Kaufmann gewesen war. Gemeinsam fassten sie einen Plan, wie man an den großen Schätzen Chinas, der Seide, den Gewürzen und den Edelsteinen teilhaben könnte. Alfons nahm seinen Sohn Yvo mit auf die Reise nach Venedig, von wo aus er in das ferne China aufbrechen wollte. In Venedig gelang es ihm Recht schnell, eine Expedition aufzustellen, jeder größere Kaufmann dort wollte an den Profiten, die es dort zu holen galt, teilhaben. Gemeinsam mit Yvo, der damals sein 16. Lebensjahr noch nicht vollendet hatte, machte sich Alfons auf den Weg, und ließ seine Familie unter der Leitung seines ältesten Sohnes Balduin zurück, der damals schon seit einiger Zeit in der Führung des Handelsunternehmens beteiligt war. Die Reiseroute sollte die Gruppe durch Persien und Afghanistan nach China führen, wo sie sich dann mit den nötigen Waren eindecken wollten. Dann sollte so schnell wie möglich die Heimreise angetreten werden. Allerdings sollten sie nie so weit kommen, da sie von einer Splittergrupe des mongolischen Heeres, wahrscheinlich verstoßene oder Dissidenten, überfallen wurden. Als einziger Überlebender verbrachte Yvo viele Monate durch seine Verwundungen beeinträchtigt in einer einfachen Unterkunft. Als er wieder einigermaßen bei Kräften war, machte er sich alleine auf den Weg nach China, um dem Andenken seines Vaters zu genügen. Auf seiner Reise lernte er viel über die verschiedenen Kulturen kennen, und wandelte auch ein wenig auf den Wegen des Marco Polo. Nach vielen Jahren des Umherziehens, in denen er auch andere Länder bereiste. Einige Zeit lebte er sogar in der Nähe des Mongolischen Herrschers, der sich als sehr Weltoffen zeigte, und dem jungen Yvo erlaubte, sich mit seiner Lebensweise auseinanderzusetzen. Nachdem er bis Jerusalem gekommen war, und dort gesehen hatte, was die Kreuzzüge hinterlassen hatten, beschloss er, wieder nach Augsburg zu seiner Familie zurückzukehren. Diesmal verlief seine Reise sogar ganz ohne Überfälle. Als er in Augsburg eintraf, musste er feststellen, dass sein älterer Bruder Balduin, der sich bei ein paar Warengeschäften sehr verkalkuliert hatte, versucht hatte, seine leeren Taschen mit dem Geld anderer zu füllen, weshalb dieser in den Gefängnissen der Stadt den Rest seines Lebens verbringen sollte. Der Rest seiner Familie war der Stadt verwiesen worden, und auch bei den Fuggern konnte er keine Freunde mehr finden, nachdem diese erkannt hatten, dass ihr Geld, welches sie in die Unternehmung gesteckt hatten, verloren war. Yvo beschloss zu dieser Zeit, die Stadt für immer zu verlassen. Als er sich auf dem Weg in den Norden Deutschlands befand, traf er in der Nähe von Nürnberg, als er ohne Geld in den Taschen und Essen im Bauch auf einen jungen Söldner, der sich gerade mit seinem Haufen auf dem Weg befand, einen Aufstand in der Stadt Nürnberg niederzuschlagen. Nachdem dieser Söldner, der einigen als Antonius bekannt sein dürfte, seine milde bewiesen hatte, und dem Fremden etwas von seinem Vorrat gegeben hatte, bedankte Yvo sich mit Geschichten aus der Ferne und den Abenteuern, die er dort erlebt hatte. Als Antonius sah, dass der junge Mann vor ihm ein gewisses Potenzial mit dem Schwert in der Hand hatte, nahm er ihn in den Haufen des Schwarzen Löwen auf, wo dieser gar bald sogar als der Schreckliche oder furchtbare von sich reden machte. Von diesem Tag an hatte Yvo eine neue Heimat bei den Söldnern gefunden und bekam alsbald den Beinamen „der Wanderer“.

Yvo der Wanderer 

 

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