Rang: Freier Kriegsknecht

Posten: Proviantmeisterei
 

 

 

Die Zeit bevor Tyr dem Schwarzen Löwen begetreten ist:

 

Es war damals, in einer Zeit, in die ich mich nur ungern zurückversetze. Damals in einer Zeit des Krieges und des Mordes, in denen die Priester alles reformierten wollten, was nur irgendwie lebte oder sie vernichteten es, wenn es sich nicht beugte. In dieser Zeit wurde ich geboren. Ich wuchs in einer kleinen Siedlung weit Nördlich von dem Heiligen Kaiserreich Deutscher Nation auf, das noch an dem Alten wahren Glauben festhielt, als schließlich die Missionare zu uns kamen und von einem Menschen gepredigt haben, der für uns alle gestorben ist. So ein Unsinn, jeder stirbt für sich alleine, wie ich unmissverständlich gelernt habe, aber dazu später mehr. Es war ein lauer Sommerabend in meinem zehnten Jahr auf Midgard, als die verrückten in meinem Dorf einfielen, und alle töteten, die dem alten Glauben nicht abschwur leisten wollten. Ein paar andere und ich, konnten noch fliehen, aber alle anderen, wurden niedergemäht, wie Weizen mit der Sense. So begann unsere Reise.

Wir flüchteten Richtung Süden, da wo es wärmer wurde, und ich bekam meine Unterweisungen von unseren Druiden, in den alten Bräuchen, denn ich sollte sein Nachfolger werden. Aber nachdem mich die alten Geschichten eher langweilten und mein Meister dies merkte, wurde ich eher im Umgang mit den Waffen geschult.
Als zwei Jahre vergangen waren, und ich mein 12tes Jahr zu leben begann habe ich meinen alten Namen abgelegt, um einen neuen zu finden. Da ich meine Waffen recht gut führen konnte so, dass mich nicht die erste Räuberbande ausnehmen konnte, und ich alles gelernt hatte was es zu lernen gab, bekam ich mein treues Schwert Triefang und einige Stücke Gold, die mein Meister mir übergab und schickte mich auf meine Reise einen neuen wahren Namen zu finden. So wanderte ich viele Monde durch das Deutsche Kaiserreich und überlebte nur knapp bis ich mich schließlich einer Seeräuberbande anschloss die noch mit einem Drachenboot unterwegs waren. Als mir diese Arbeit anfing keinen Spaß mehr zu machen, verlies ich dieses Boot um schließlich meiner Queste Genüge zu tun. Als ich eines Tages in einem Dorf nahe dem Meer, am Rande des Kaiserreiches einkehrte und etwas zu essen bestellte, hörte ich einen angetrunken Gast sich damit rühmen, dass er alle Dörfer von „Ungläubigen“ ausgelöscht habe, die Nördlich von hier waren. In diesem Moment, kamen mir alle Bilder wieder hoch, die ich jenem Schicksalsträchtigen Tag erlebt habe, das Blut von Unschuldigen, die Schreie der Sterbenden, und der Geruch von verbranntem Fleisch. Als ich den Gefühlen nichtmehr Herr werden konnte, hat sich die Welt in einen blutroten Nebel gehüllt. Ich wütete wie ein Odinskrieger. Als ich wieder klar sehen konnte, stand ich mit blutiger Klinge in der Hand inmitten des Schankraumes umgeben mit Leichenteile. Als ich schließlich da stand, merkte ich schließlich dass auch an meinem Körper überall Wunden Wahren. Eigentlich hätte ich wegen einer Wunde am rechtem Arm, die aussah als hätte ein Wolf mich gebissen, ihn verlieren müssen, aber die Götter haben mir geholfen, und so ist er schließlich wieder gut zusammen gewachsen. So habe ich auch zumindest meinen Namen gefunden Tyr. Tyr, der einarmige Gott des Rechts, hatte ein Wolf die Schwur- also die rechte Hand abgebissen, somit lag es nahe mit diesen Namen zu geben. Auf jeden Fall musste ich fliehen, irgendwo hin, wo mich niemand kennt. So floh ich weiter Richtung Süden, um meine Häscher abzuschütteln. Die ersten zwei Mondläufe, waren besonders schwer, da mein Arm verwundet war und es Winter wurde. Als ich schließlich fast das ganze Reich durchquert hatte, kam ich an eine große Handelsstadt zwischen zwei Flüssen, die sich da Augusta Vindelicorum nennt. Als ich in einer Taverne am sogenannten Roten Tor eingekehrt war, wurde ich von Gerüchten am nächsten Morgen zu einer Zeltansammlung gut zehn Minuten außerhalb der Stadt gezogen, denn ich vermisste den Kampf. Als ich dort angekommen war, informierte ich mich wer der Herrscher dieser Zeltstadt sei. So fragte ich einen ergrauten bärtigen Mann ob er wisse, ob mich dieser Haufen Aufnehme würde. Er entgegnete mir, dass ich mich mit irgendjemand messen müsste, um mitmachen zu dürfen, und ich hätte die freie Wahl, gegen wen ich antreten dürfte. Nachdem mir der Alte am harmlosesten Aussah hab ich ihn gefordert, und nach den ersten Schlägen wusste ich, dass ich einen mehr als ebenbürtigen Gegner erwählt habe. Denn er führte mich vor wie noch niemand anderes. So bald ich unterlag, half mir der Mann auf und stellte sich mir als Ulrich der Pfettner vor, der Hauptmann dieses Haufens. Er sagte zu mir, dass ich gut Kämpfe, aber noch viel zu wild sei, und so nahm er mich auf, nachdem er sich mit zwei anderen beraten hatte.

Tyr

 

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